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"...Marburg vor Marburg vor Marburg..."

Mit einem großen Aufgebot von 50 Aktiven ging das Team der Philipps-Universität Marburg und des Marburger Rudervereins beim 21. Kettwiger Herbst-Cup an den Start. Damit begingen die 30 bei der Ruderbundesliga (RBL) und den Deutschen Hochschulmeisterschaften (DHM) gestarteten Frauen und Männer und 20 Drachenbootler des MRV einen gemeinsamen Saisonabschluss.
Die Marburger starteten in 4 Mixed-Gig-Doppelvierern, einem Mixed-Achter und dem 20er „King-size“ Drachenboot. Bei der Ruderregatta in Essen-Kettwig gilt es vier Distanzen zu bewältigen, deren Platzierungen und Rennzeiten in die Gesamtwertung einfließen: Den Anfang machten die Ruderer am Samstagmorgen über die 2500 Meter Strecke, gefolgt von der 750 Meter Distanz am Nachmittag. Am Sonntag folgte die für die Marburger ungewohnte 4000 Meter Langstrecke vor dem Abschluss mit dem 250 Meter Sprintrennen, welches für zahlreiche Zuschauer und Besucher des begleitenden Promenadenfestes ein mitreißendes Finale des Rennwochenendes bot.
Unter dieser Kulisse konnte der neu zusammengestellte Achter, der über die ersten Rennen zunehmend zusammen fand, noch einmal alle Kräfte mobilisieren. Dem Schlagduo Benny Ringler und Daniel Riechmann gelang es, die RBL-Frauen Katharina Werner, Helen Rennie, Janna Viehmann und Anntke Ewert mit dem Achter vom Start weg anzutreiben, so dass das Marburger Bugduo Georg Kampelmann und Martin Wiemer im Ziel als erste die Arme hochreißen konnte. Der Achter des Marburger Rudervereins gewann souverän den Herbstsprint gegen die starke Konkurenz aus Hamburg und Duisburg. In der Gesamtwertung blieb somit am Ende der dritte Platz.

Die vier Mixed-Vierer schenkten sich nichts und spornten sich gegenseitig an, in jedem Rennen alles zu geben. Bei den kurzen Distanzen gingen – zur Verwirrung und zur Belustigung der Schiedsrichter – teilweise drei Marburger Boote auf den drei Bahnen gleichzeitig an den Start. „Marburg vor Marburg vor ... Marburg“ kommentierte Organisator und Regattasprecher Boris Orlowski leicht verwirrt den abschließenden Sprint. In der Gesamtwertung belegten die Marburger Vierer die Ränge 3 bis 6 und mussten sich so nur der Mannschaft aus Neuss und der Renngemeinschaft aus Dortmund und Hamburg geschlagen geben.
Während die Ruderer sich auf den verschiedenen Streckenlängen beweisen konnten, mussten sich die 20 Paddler des Marburger Rudervereins „nur“ auf der Kurzstrecke der starken Konkurrenz stellen. Sie konnten mit jedem Rennen besser zusammen finden und sich im dritten Rennen mit einem Sieg den 7. Platz im Gesamtklassement sichern.
Bei den Vierern hatte das Team um Schlagmann Martin Wiemer, Andreas Klameth, Stefanie Wendt, Andrea Fauck sowie Steuerfrau Emöke Csert im Marburg-Internen Ranking die Nase vorn. Müde, aber in bester Stimmung, traten die Ruderer Sonntag nach den insgesamt 7500 Rennmetern die Heimreise an und Schlagfrau Isabell Fülber ist sich sicher: „Nächstes Jahr sind wir wieder dabei.“
