Großauheim. Am vergangenen Wochenende nutzten die Sportler des Marburger Rudervereins die Großauheimer Kurzstreckenregatta als Generalprobe zur anstehenden Landesmeisterschaft und errungen dabei acht Siege.

auheim2016Als letzten Test vor dem Höhepunkt der Herbstsaison nutzen die Marburger Trainer die Möglichkeit mit den Ruderern verschiedene Rennstrategien unter realen Bedingungen zu testen. Hier konnten Bruno Spät und Thomas Scheld im schweren und leichten Jungen-Einer der 14 Jährigen erneut klare Kante zeigen und verwiesen ihr Gegner auf die hinteren Plätze. Ebenfalls Erfolgreich waren Tom Bergmann im leichten Jungen-Einer der 13 Jährigen, sowie Gerrit Gutberlet und Max Schütz im Doppelzweier der 12 Jährigen. Beide Boote errungen ihre Medaillen mit einem klaren Start-Ziel-Sieg und demonstrierten unter widrigen Wetterbedingungen, dass  mit ihnen stets zu rechnen ist. Auch der Juniorinnen-Doppelzweier mit Paula Bachmann und Leah Blencke baute konstant ihre Leistung weiter aus und konnten wie zuletzt in Limburg den Bug ihres Bootes zuerst über die Ziellinie schieben.

Das spannendste Rennen an diesem Wochenende lieferte sich der Doppelvierer mit Svenja Beer, Henrike Deißner, Benjamin Ringler und Janik Diels. In einem engen vier Boote-Feld traten sie gegen Mühlheim, Darmstadt und den Gastgeber aus Großauheim an. Vom Start an war klar, dass sich in diesem Rennen, im Kampf um den Auheimer-Regatta-Pokal, nichts geschenkt wird. Bis zur Streckenhälfte lagen alle Boote gleich auf und hier nutzten die Marburger ihre Chance und versuchten sich mit einem kräftezehrenden Zwischenspurt das erste Mal vom Feld abzusetzen. Doch die Gegner aus Darmstadt blieben ihnen Dicht auf den Versen und so musste das Rennen auf der Zielgerade entscheiden werden. Beide Mannschaften stellten in einem fulminanten Endspurt ihr Können unter Beweis, bei dem der Marburger Doppelvierer mit wenigen hundertstel seinen Bug als erster über die Ziellinie brachte und somit den Sieg und den Pokal, in einem packenden Fotofinish für sich verbuchen konnte.“

Limburg-Dietkirchen. Am vergangenen Wochenende startete der Marburger Ruderverein mit seiner 11 köpfigen Jugendwettkampfgruppe bei der Limburger Traditionsregatta und knüpft mit 11 Siegen an diesem Wochenende nahtlos an seine Erfolgsbilanz  aus der ersten Jahreshälfte an.

Für die Regatta in Limburg reiste der Marburger Ruderverein in diesem Jahr überwiegend mit der Wettkampfgruppe U15 an, denn hier galt es zunächst wieder etwas Erfahrung auf der Kurzstrecke über  500 Meter zu sammeln.  Zuvor hatten die Sportler ein kurzes einwöchiges Trainingslager am Edersee absolviert und konnten nun ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen.

Im Kindereiner sowie im Doppelzweier der 12 Jährigen zeigten Max Schütz, Gerrit Gutberlet, Niklas Schäfer und Tjarde Anderson, dass sie bereits nach kurzer Zeit an der Spitze mit dabei sind und zeigten in spannenden Rennen, dass sie in jungen Jahren bereits ihr Handwerk verstehen und wurden hier mit 3 Siegen und zwei knappen 2. Plätzen belohnt. Auch in der Altersklasse der 13 Jährigen konnte Jean-Luca de Lima Mauß mit einem klaren Start-Ziel Sieg überzeugen und ließ seinen Gegner aus Gießen kontrolliert hinter sich.

Bron SpätMit Spannung erwarteten die Marburger Trainer den Jungeneiner des 14 jährigen Bruno Spät, der bei der Deutschen U15 Meisterschaft nur knapp das A-Finale verpasst hatte, aber hier die Möglichkeit hatte gegen den Sieger aus Meschede anzutreten. Bereits vorher hatte Bruno Spät in vielen Trainingskilometern gezeigt, dass sein Anspruch höher liegt und er sich mit dem Ergebnis der vergangenen Meisterschaft nicht zufrieden geben will. So war bereits von Beginn an die Anspannung groß und nach einem verpatzten Start legte sich das Gegnerische Boote direkt nach vorne. Doch Bruno Spät ließ sich dadurch nicht aus der Ruhe bringen und zeigte das die über den Sommer verbesserte Physis und Rudertechnik ihn Schlag um Schlag aufholen ließ. Gleichauf zur Rennhälfte, kämpften die beiden Athleten verbissen um jeden Meter. Auf der Zielgeraden setzte Spät einen fulminanten Endspurt, bei dem noch einmal alle Kräfte mobilisiert wurden und schob sich eine Bootslänge vor seinen Gegner wodurch er den ersehnten Sieg für sich verbuchen konnte.

Ebenfalls erfolgreich war Leichtgewichtsruderer Thomas Scheld, der erst 14 Jährige Rou­ti­ni­er fuhr wie zuvor seinen Gegnern ungefährdet davon und konnte gleich vier Siege erringen. Nicht zuletzt konnten auch Paula Bachmann und Leah Blencke im Juniorinnen Doppelzweier in einem heiß umkämpften Rennen den Bug ihres Bootes im entscheidenden Moment  nach vorne schieben und gewannen vor ihren Gegnern aus Limburg.

Vom 30. Juni bis 03. Juli 2016 fand der 48. Bundeswettbewerb für Jungen und Mädchen in Salzgitter statt. Der Salzgittersee als Wassersportzentrum Südostniedersachsens war Ziel von 987 Ruderinnen und Ruderern die aus allen 16 Bundesländern anreisten, um sich im dreigeteilten Sportwettkampf zu messen.

ScheldkleinFür den Marburger Ruderverein und das Land Hessen gingen hier Thomas Scheld und Bruno Spät an den Start, die sich für den Ländervergleich bei der Kasseler Ruderregatta qualifiziert hatten. Doch zunächst stand für Scheld die Teilnahem auf der Kippe. Krankheitsbedingt war der zu den Favoriten gehörige Sportler noch eine Woche vor dem Wettkampf schwer angeschlagen, so dass die Eltern und Trainer sich erst am ersten Regattatag entschieden ihn doch an den Start gehen zu lassen.

Die beiden 14 jährigen Sportler hatten bereits über die Saison gezeigt, dass sie im leichten und schweren Jungeneiner zu den besten ihrer Altersklasse gehörten und suchten im Einer den direkten Vergleich mit der bundesweiten Konkurrenz. Auf der Langstrecke über 3.000 Meter konnten am Freitag zwei klare Siege in den jeweiligen Abteilungen herausgefahren werden, wodurch sich Thomas Scheld direkt für das A-Finale bei der Bundesregatta am Sonntag qualifizieren konnte. Bei Bruno Spät hingegen reichte es leider trotz seinem Sieg in seiner Abteilung nur für das B-Finale und verpasste mit nur zwei Sekunden die Möglichkeit um den Bundessieg mitzufahren.

Am Samstag stand für das Team der Hessischen Ruderjugend der Zusatzwettbewerb an, bei dem sie zusammen  sieben Wurf-, Geschicklichkeits- und Kraftübungen absolvierten und Bruno Spät einen dritten Platz erringen konnte. 

Spät2kleinSpannend wurde es dann am Sonntag bei der Bundesregatta, bei der die Sportler noch einmal direkt auf dem Wasser gegen einander antreten konnten. Als erstes ging Bruno Spät an den Start und dominierte vom Start an seine Gegner und fuhr einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg ein und zeigte, dass er mit seiner Leistung eigentlich um die vorderen Plätze hätte mitkämpfen können.

Scheld2kleinWeiter ging es dann mit Thomas Scheld, der einen guten Start erwischte und vom ersten Schlag an der Spitze mit dabei war. Hier setzten sich die ersten vier Boote auch sogleich vom Rest des Feldes kontinuierlich ab. Während der rheinland-pfälzische Ruderer aus Koblenz bis zu den letzten 250 Metern eine gute Bootslänge Vorsprung hatte, probierte Scheld durch kleinere Spurts in Schlagdistanz zu bleiben. Auf der Ziellinie kam es dann noch einmal zu einem packenden Kopf an Kopf Rennen zwischen Marburg, Witten und Zellingen, die erbittert um den zweiten Platz kämpften. Durch einen fulminanten Endspurt ließ Scheld aber seine Gegner hinter sich und sicherte sich die Silber-Medaille und den Titel des deutschen Vize-Meisters U15.

Auch das Trainerteam des Marburg Rudervereins zeigte sich beeindruckt von der Leistung und freute sich, dass ihr Konzept der Jugendförderung voll aufgegangen ist und das der Aufbau einer neuen Jugendgruppe mit zwei hervorragenden Erfolgen belohnt wird. Nicht zuletzt waren diese Erfolge aber nur durch die uneingeschränkte Unterstützung des Vorstandes möglich und der Tatsache geschuldet, dass den Marburger Sportlern hochklassige Rennboote von der Ruderwerkstatt aus Wetzlar für diese Veranstaltung zur Verfügung gestellt worden sind. Auch der Vorstand freute sich, dass seit den Anfängen von Lucas Schäfer am MRV, nun zahlreiche neue Talente den Weg in den Leistungssport suchen.

Ende der Regattasaison – Was nun? Die Trainingspause in den Sommerferien hielt viele Kinder und Junioren nicht vom Rudern ab. Allerdings nicht auf der Lahn, sondern auf Fulda und Weser.

Die Wanderfahrt vom 16. - 18. Juli war für die Trainingsgruppe ein schöner Ausklang der ersten Wettkampfsaison 2016. Dieses Jahr sorgten schon ein Ausflug in die Kletterhalle und eine Einheit Spinning im Fitnessstudio, die vom Trainerteam organisiert worden waren, für eine gute Abwechslung im Trainingsalltag.

Anders als bei vorherigen Veranstaltungen fuhr ich selbst diesmal nicht nur als Aufsichtsperson mit. Da es sich bei der Wanderfahrt gleichzeitig um mein FSJ-Projekt handelte, ging die ganze Organisation und Verantwortung auf meine Kappe. Vergleichsweise unerfahren auf diesem Gebiet, musste zunächst eine geeigntete Strecke ausgewählt werden. Fulda und Weser boten sich als Flüsse mit wenig Untiefen und vergleichsweise wenig Strömung an. Nachdem die Vereine zur Übernachtung organisiert waren und alle Teilnehmer zugesagt hatten, fehlte nur noch ein Auto für den Gepäcktransport an Land, was zu einem richtigen Problem wurde, da die Größe des Autos die eines Kleinwagens schon etwas mehr überschreiten müsste. Zum Glück erklärte sich Rüdiger Mauß, der Vater eines Teilnehmers, bereit, das Gepäck im Anhänger zu transportieren.

Den ersten Tag verbrachten wir in Kassel am Auedamm, wo sich ein Besuch im Schwimmbad anbot und die ersten Ruderversuche stattfanden. Am nächsten Vormittag ging es dann los: zwei Vierer und ein Zweier legten ab, um die 30 Kilometer und zahlreiche Schleusen zu überwinden. Nach der Ankunft in Hann. Münden war trotz Bergen von Wegverpflegung die Freude groß, dass der Grill schon lief... Vor Ort schauten wir uns die Stadt und den Entstehungsort der Weser aus Werra und Fulda an.

Die letzte Ruderetappe führte uns über die beiden Flüsse Fulda und Weser. Schnellere Strömungen trugen uns relativ schnell zu unserem letzten Ziel, dem Kloster in Bursfelde. Dort angekommen wurden für die Mittagspause als erstes Spielkarten von den ansässigen Geistlichen organisiert und anschließend alle Boote auf den Hänger verladen. Nach einer erfolgreichen Wanderfahrt hieß es dann letztendlich: Sommerpause!

Bilder in der Mediathek

 

Für die Jungen und Mädchen der Altersklasse U15 des Marburger Rudervereins stand am vergangenen Wochenende der erste große Zielwettkampf an. Nach monatelanger Vorbereitung und zahlreichen Trainingsregatten, wollten die Sportler sich hier für den Bundeswettbewerb, der Deutschen Meisterschaft für Kinder, bei der 80. Kasseler Ruderregatta qualifizieren. 

Dazu mussten die jungen Ruderer am Samstag eine Langstrecke von 3.000 Metern absolvieren und nach deren Ergebnis wurden sie für 1.000 Meter lange Normaldistanz für die Finals gesetzt.

img 7435kleinAls Top-Favoriten hatten sich Bruno Spät und Thomas Scheld im schweren und leichten Jungeneiner der 14-Jährigen bereits auf den vergangenen Wettkämpfen herauskristallisiert. Dennoch stellte das große Meldefeld vor allem für Bruno Spät eine große Herausforderung dar. Spät hatte in der Vergangenheit immer wieder Probleme seine Überlegenheit auf der Normaldistanz auch auf der Langstrecke auszuspielen. So war der Druck für den jungen Sportler am Samstag extrem hoch, denn nur die schnellsten Vier qualifizierten sich für das A-Finale am Sonntag. Bereits auf der Strecke war aber klar, dass Bruno Spät die Vorgaben und Taktik seiner Trainer konzentriert umsetzte und hart am körperlichen Limit arbeitete. So sollte seine Leistung  mit nicht weniger als dem ersten Platz belohnt werden, der ihm nach der langen und schwierigen Vorbereitung neues Selbstvertrauen schenkte. Dies setzte er auch am Folgetag sogleich um und fuhr auch am Sonntag ungefährdet den Sieg im A-Finale für Marburg ein.

Auch Bewegungstalent Thomas Scheld konnte sowohl auf der Langstrecke als auch auf der Normaldistanz im A-Finale überragend seine Siege einfahren. Hier zeigte Scheld, dass es in seiner Alters- und Gewichtsklasse momentan in Hessen keine Konkurrenz gibt, die mit ihm auf Augenhöhe fährt. So kamen seine direkten Gegner mit weit über einer Minute später auf der Langstrecke ins Ziel und auch auf der Normaldistanz  erarbeitete er sich eine 18 Sekunden großen Vorsprung. Somit bleibt auch hier seine Dominanz ungebrochen  und lässt auf weitere große Erfolge hoffen.

Nach ihren herausragenden Leistungen wurden sie nun beide nominiert das Land Hessen auf dem Bundeswettbewerb, dem bedeutendsten Wettkampf im Kinderrudern zu vertreten, so dass nun noch einmal eine harte fünfwöchige Trainingsphase beginnt. Wir wünschen den beiden Sportlern und dem Team-Hessen viel Erfolg!

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