...machen sich die Ruderer des Marburger Ruderverein am Nikolaustag auf zum letzten Wettkampf der Saison – dem Nikolaus-Vierer der Mainzer Rudergesellschaft. Beim traditionellen Langstreckenwettbewerb auf dem Rhein treten seit Mitte der 1980er Jahren Vierer jeglicher Altersgruppen auf eine Strecke von 3200m gegeneinander an. Neben dem sportlichen Wettkampf steht bei der Regatta auch der besinnliche Abschluss einer langen Rudersaison im Vordergrund.

mainz2015 2Als zweitgrößter teilnehmender Verein trat der Marburger Ruderverein (MRV) mit insgesamt neun Booten und rund 40 Teilnehmern an. Erstmalig wurde die studentische Abteilung des Vereins von drei Masters-Vierern unterstützt. Zu den Masters zählen Ruderinnen und Ruderer, die das 27. Lebensjahr vollendet haben. Die Gruppe um den zweiten Vorsitzenden Andreas Hesse bestand überwiegend aus Ruderneulingen zwischen 30 und 63 Jahren, die zum ersten Mal Wettkampfluft schnupperten. Die neu formierten Teams mussten sich in teils großen Meldefeldern wie befürchtet der Konkurrenz mit langjähriger Ruderverfahrung geschlagen geben. Vertreten in den Bootsklassen Masters-Frauenvierer A (Mindestalter 27 Jahre), Master-Mixedvierer C (Altersdurchschnitt 43 Jahre), D (Altersdurchschnitt 50 Jahre), und E (Altersdurchschnitt 55 Jahre) wurde ein zweiter, zwei achte sowie ein dritter Platz errudert. „Mit unserer Platzierung sind wir noch nicht zufrieden. Jetzt heißt es trainieren, trainieren, trainieren! Saison 2015, wir kommen!“, resümierte Silvia Gutberlet, Ruderin aus dem Masters-Mixedvierer E.

mainz2015 1Im Altersklassement bis 27 Jahren gelang es den Studenten des MRV, erfolgreiche Platzierungen mit einem ersten, drei zweiten und einem dritten Platz zu erreichen. Neben dem sportlichen Erfolg konnte in diesem Jahr erstmal auch ein zweiter Platz im traditionsreichen Wettstreit um den Preis für die beste (Weihnachts-)Verkleidung mit zurück an die Lahn gebracht werden. Als Einhörner verkleidet mussten sich die Marburger lediglich einem aufwendig gestalteten rudernden Eisberg geschlagen geben.

Nach erbrachter Leistung rückten die Marburger bei eisigen Temperaturen zum Abschluss beim gemeinschaftlichen Glühweintrinken zusammen. Hier äußerte sich der 1. Vorsitzende Daniel Riechmann zufrieden über den Tag. „Eine nette und bunt gemischte Wettkampfmannschaft, gute Platzierungen und sogar ein bisschen Sonne, ich hoffe das können wir im kommenden Jahr so wiederholen!“

von Isabelle Fülber, Sascha Brünig

Vom 02. Bis 05. Juli 2015 fand der Bundeswettbewerb für Jungen und Mädchen in Hürth auf dem Otto-Maigler-See statt. Bei Temperaturen bis 40 Grad Celsius gingen alle bis an ihre Grenzen.

scheld bw15Für den Marburger Ruderverein und das Land Hessen ging hier Thomas Scheld an den Start, der sich für den Ländervergleich bei der Kasseler Ruderregatta qualifiziert hatte. Der erst 13 Jährige hatte bereits über die Saison gezeigt, dass er zu besten seiner Altersklasse gehört und suchte im Einer den direkten Vergleich mit der bundesweiten Konkurrenz. 

Auf der Langstrecke über 2.000 Meter konnte am Freitag ein klarer zweiter Platz herausgefahren werden, wodurch Thomas Scheld sich direkt für das A-Finale bei der Bundesregatta am Sonntag qualifizieren konnte. Am Samstag stand für das Team der Hessischen Ruderjugend der Zusatzwettbewerb an, bei dem sie zusammen sieben Wurf-, Geschicklichkeits- und Kraftübungen absolvierten und ebenfalls einen zweiten Platz erringen konnte. Spannend wurde es dann am Sonntag bei der Bundesregatta, bei der die Sportler noch einmal direkt auf dem Wasser gegen einander antreten konnten. Trotz einer am Vortag zugezogenen Schulterverletzung entschied sich Thomas Scheld für den Start auf der 1.000 Meter langen Strecke. In einem packenden Kopf an Kopf Rennen musste er sich am Ende aber der Konkurrenz geschlagen geben. Dennoch kann dieses Wochenende als voller Erfolg verbucht werden und der junge Marburger kann sich deutschlandweit zu den besten seiner Altersklasse zählen.

Auch das Trainerteam des Marburg Rudervereins zeigte sich beeindruckt von der Leistung und freute sich, dass ihr Konzept der Jugendförderung voll aufgegangen ist.

 

Noch wenige Tage und dann heißt es für das Marburger Uniteam wieder „Achtung, los!“. In ihrem letzten Trainingslager in Minden bereitete sich das 45-köpfige Team auf die Teilnahme an den Deutschen Hochschulmeisterschaften vor.

Direkt nach der Ankunft an dem Besseler Ruderclub Minden, äußerte sich Cheftrainer Daniel Riechmann voll freudiger Erwartungen „Ich bin gespannt welchen Zauber mein altes Ruderrevier in unserem neuen Team hervorbringen kann“.

Ab Fronleichnam hieß es für das Team auf dem dortigen Streckenabschnitt des Mittellandkanals dreimal täglich „Mannschaft fertig zum ablegen?“. In intensiven Einheiten erhielt das zu Beginn des Jahres neu formierte Ruderteam den letzten Feinschliff. Das anfänglich ungewohnte Ruderrevier mit Berufsschifffahrt und deutlich unruhigeren Wasserbedingungen entpuppte sich dabei erneut als idealer Ruderstandort.

Ein weiterer Höhepunkt des Trainingslagers konnte am Samstagabend durch die Taufe der drei neuen Boote gesetzt werden. Rechtzeitig zum Auftakt auf den Deutschen Hochschulmeisterschaften konnte ein neuer Sprintachter, ein neuer C-Gig der Wetzlarer Bootswerft DIE RUDERWERKSTATT sowie ein Riemenvierer mit Steuermann getauft werden. Mit dem brandneuen Material stehen die Chancen den Unipokal erneut nach Marburg zu holen durchaus gut.

Bereits drei Mal gelang es dem Marburger Ruderteam den Unipokal und somit die Auszeichnung für die beste Ausbildungsarbeit mit zurück in die ihre Stadt an der Lahn zu bringen. „An unserer Motivation wird es nicht scheitern!“ sagt Janna Riechmann, die in diesem Jahr den Spagat zwischen aktiver Teilnahme im Frauendoppelvierer und Betreuung des Teams wagte.

Mit dem Bootshänger im Rückspiegel äußerte dich Daniel Riechmann optimistisch „Der Zauber des Kanals hat erneut ein Feuer im Team entfacht!“. „Wir haben ein schlagkräftiges Team und sind gut vorbereitet. Das werden spannende Rennen“, so Cotrainer Hendryk Planz mit Blick auf die Meisterschaftsteilnahme. „Unser Team ist sicherlich für einige Überraschungen gut!“

In knapp einer Woche werden die Marburger Ruderer unter den Klängen ihres traditionellen Song „Welcome to Heartlight“ nach Hannover zum Maschsee aufbrechen und erneut versuchen sich der starken nationalen Konkurrenz entgegenzustellen.

Am vergangenen Wochenende startete das 15 köpfige Kinder- und Juniorenwettkampfteam des Marburger Rudervereins auf der Oberrheinischen Frühregatta in Mannheim. Bei der größten Regatta im südwestdeutschen Raum konnten sich die jungen Sportler mit Gegnern der Spitzenklasse messen und zeigten erneut, dass man aus Marburg starke und technisch gute Ruderer erwarten kann.

mannheim15 2Den ersten Erfolg am Samstag konnten Niklas Blaha und Janik Diels, sowie Noah Mainzer und Maurici Tergau mit einem Doppelsieg im Riemenzweier der 17 und 18 Jährigen einfahren. In einem spannenden Rennen setzen sich die beiden Boote in der technisch anspruchsvollsten Bootklasse gegenüber ihren Konkurrenten aus Ulm, Frankfurt und Nürtingen durch. Diese machten es den Marburgern auf der 1500 Meter langen Strecke keines Wegs leicht, so dass die beiden Marburger Boote erst im letzten Drittel ihre Führung ausbauen konnten und mit einem beherzten Endspurt den Sieg einfuhren. Am Sonntag gingen hier die beiden Leichtgewichtsruderer Mainzer und Tergau erneut an den Start und untermauerten ihre Leistung vom Vortag mit einem starken Start-Ziel-Sieg gegen die Schwergewichte vom Vortag erneut.

Für Spannung sorgte auch Tristan Blaha im Einer derselben Altersklasse, in der er sich mit einem extrem starken Meldefeld konfrontiert sah. Bereits zu Beginn des Rennens konnte er durch seine schnellen und kontrollierten Starts das gegnerische Feld anführen und sich etwas absetzen. Die routinierten Gegner wollten den noch 16 jährigen Marburger jedoch nicht ziehen lassen und so kam es zu kräftezehrenden Zwischenspurts, bei denen sich Tristan Blaha am Ende geschlagen geben musste. Dennoch konnte er an diesem Wochenende einen respektablen zweiten und dritten Platz einfahren.

mannheim15 1Ebenfalls präsentierte sich an diesem Wochenende der seit vier Wochen formierte Mädchenvierer, bestehend aus einer Renngemeinschaft zwischen Marburg und Gießen erstmals auf einer Regatta. Die sonst im Leichtgewicht aktiven Mädchen mussten sich der schweren Auswahl-Mannschaften aus Bayern und Hessen stellen, die aus den besten Ruderern des Bundeslandes bestanden. Trotz der kurzen Vorbereitung konnten die Mädchen von der Lahn eine solide Leistung erbringen, obwohl sie sich am Ende den gegnerischen Mannschaften geschlagen geben mussten.

Nach den guten Leistungen der Junioren wollte natürlich das Wettkampfteam der U14-Mannschaft aus Marburg ihren Vereinskameraden in nichts nachstehen. Hier zeigte sich Thomas Scheld in einem starken Kindereiner der 13 Jährigen als unermüdlich und konnte trotz eines anfänglichen Rückstands das Rennen für sich entscheiden.

Das Trainerteam war sich einig, dass wenn auch nicht alle ihre Leistung wie geplant abrufen konnten, es insgesamt ein sehr guter Start der jungen Sportler in die neue Saison war, da man hier auch erstmalig seit 2010 mit einer breitaufgestellten Mannschaft aus Marburg auf einer solchen hochkarätigen Regatta starten konnte.

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