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Doppel-Gold für die Lahndrachen: In Gießen einfach unschlagbar

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1911er Lahndrachen des Marburger Rudervereins gewinnen erstmals beide Cups in Gießen – packende Finals auf Sprint- und Mittelstrecke

Gießen. Trommelschläge, knappe Rennen und am Ende gleich zweimal Gold: Die 1911er Lahndrachen des Marburger Rudervereins haben bei der traditionellen Regatta des RC Hassia Gießen für eine Premiere gesorgt. Erstmals sicherte sich das Team beide Cups – sowohl auf der 220 Meter langen Sprintstrecke als auch über 680 Meter.

Die Regatta in Gießen gehört für die Lahndrachen längst zum festen Jahresprogramm. In den vergangenen Jahren konnten sie hier bereits dreimal triumphieren. Diesmal ging das Team zunächst ohne großen Druck an den Start. Das erklärte Ziel: das Finale erreichen und dann sehen, was möglich ist.

Schon in den Vorläufen wurde deutlich, wie eng das Teilnehmerfeld war. Auf der Sprintstrecke trennten die schnellsten Mannschaften teilweise nur Hundertstelsekunden. Trotz akustischer Schwierigkeiten kämpften sich die Lahndrachen als zweitschnellstes Team ins Finale. Noch schneller waren die Hellas Drachen aus Gießen.

Nach der hauchdünnen Niederlage gegen die Hellas Drachen bei der Regatta in Mainz war die Motivation der 1911er Lahndrachen für das Finale besonders groß. Gemeinsam mit den Hellas Drachen und den Rowing Dragons aus Gießen entwickelte sich das Finale zu einem echten Krimi. Alle drei Boote lagen nach dem Start nahezu gleichauf. Doch die Lahndrachen behielten die Nerven und mobilisierten auf den letzten Metern noch einmal alle Kräfte.

 Mit 48,97 Sekunden sicherten sie sich schließlich den Sieg vor den Hellas Drachen (49,40) und den Rowing Dragons (49,57). Damit war der dritte Sprint-Erfolg der Lahndrachen in Gießen perfekt.

Nur kurze Zeit später stand die 680-Meter-Mittelstrecke auf dem Programm. Auch hier qualifizierten sich alle drei Teams für das Finale. Anders als beim Sprint waren diesmal neben Kraft und Ausdauer vor allem eine gute Renneinteilung und taktisches Geschick gefragt.

 Wieder erwischten alle Mannschaften einen starken Start. Zunächst lagen die Boote so dicht beieinander, dass kaum ein Unterschied auszumachen war. Doch im weiteren Rennverlauf setzten die Lahndrachen zum entscheidenden Angriff an. Schlag für Schlag kämpfte sich das Team nach vorne und ließ bis zum letzten Paddelschlag nichts mehr anbrennen.

Der zweite Sieg war perfekt. Die Rowing Dragons belegten Platz zwei, die Hellas Drachen wurden Dritter.

Damit schrieben die 1911er Lahndrachen in Gießen Vereinsgeschichte: Zum ersten Mal gewannen sie beide Renndistanzen bei einer Regatta.

„Ihr wart heute einfach unschlagbar“, lautete das anerkennende Fazit der Ausrichter vom RC Hassia Gießen.

Der doppelte Triumph ist dabei mehr als nur eine Frage von Zeiten und Platzierungen. Er zeigt, was die Lahndrachen auszeichnet: Teamgeist, Zusammenhalt, sportlicher Ehrgeiz – und vor allem der Spaß am gemeinsamen Sport.

Am Ende standen zwei Siege, zwei Cups und ein besonderer Regattatag, den die 1911er Lahndrachen so schnell wohl nicht vergessen werden.

Justine Poloczek

Foto: Dieter Nuber