Münster/Marburg. Mit einer beeindruckenden Dominanz haben die Marburger Ruderinnen und Ruderer die Aasee-Regatta in Münster nahezu nach Belieben beherrscht. Bei dem traditionsreichen Frühjahrsevent ließen die rund 30 Athletinnen und Athleten aus Mittelhessen der nationalen Konkurrenz kaum eine Chance und kehrten mit einer Vielzahl an Siegen zurück. In allen gemeldeten Vierern ging der Sieg nach Marburg – ein außergewöhnliches Ergebnis und ein starkes Ausrufezeichen zum Auftakt der Regattasaison.
Der Sieger beginnt mit M…
Vier Doppelsiege gab es im Zweier und Vierer, insgesamt hieße es acht mal „der Sieger beginnt mit M“. Bereits am Samstag zeigte sich die Überlegenheit der Marburger Boote. Klare Starts, ein hohes Grundtempo und technisch sauberes Rudern sorgten dafür, dass viele Rennen früh entschieden waren. Egal ob im Zweier oder in Mannschaftsbooten – die Marburger Crews bestimmten das Geschehen und überquerten häufig mit deutlichem Vorsprung die Ziellinie.
Besonders bemerkenswert war dabei die Breite des Erfolgs. Jedes eingesetzte Boot konnte ein Rennen gewinnen oder zumindest einen Spitzenplatz belegen. Auch der Nachwuchs überzeugte auf ganzer Linie und sammelte wichtige Regattaerfahrung auf nationaler Ebene. Damit wurde deutlich, dass die Erfolge nicht nur auf einzelnen Spitzenleistungen beruhen, sondern auf einer insgesamt starken Teamarbeit im Marburger Ruderverein.
„Im Vierer hat heute einfach alles gepasst – Rhythmus, Vertrauen und Kommunikation. Sobald das Boot lief, wussten wir, dass wir unser Rennen kontrollieren können. Diese Siege sind das Ergebnis harter Trainingsarbeit und eines starken Teams.“ Merit Kuhn, Steuerfrau des erfolgreichen Männervierers.
Die äußeren Bedingungen auf dem Aasee forderten den Teilnehmenden einiges ab. Wechselnder Wind und anspruchsvolle Wasserverhältnisse verlangten ein hohes Maß an Konzentration und Technik. Während andere Teams mit den Bedingungen zu kämpfen hatten, präsentierten sich die Marburger Ruderinnen und Ruderer bestens eingestellt. Entsprechend zufrieden zeigte sich Trainer Nils Nagel nach dem Regattawochenende:
„Was die Mannschaft in Münster gezeigt hat, war außergewöhnlich. Wir haben in fast allen Rennen genau das umgesetzt, was wir im Training erarbeitet haben – saubere Technik, hohe Intensität und vor allem mannschaftliche Geschlossenheit. Dass wir am Ende so viele Siege einfuhren, ist kein Zufall, sondern das Ergebnis harter und konsequenter Arbeit.“
Auch Bruno Kraft hob die geschlossene Mannschaftsleistung hervor:
„Die Aaseeregatta hat eindrucksvoll gezeigt, wie breit wir aufgestellt sind. Vom Nachwuchs bis zu den erfahrenen Athleten haben alle Verantwortung übernommen und Leistung abrufen können. Besonders stolz macht mich, wie konzentriert und fair das Team aufgetreten ist – genau dafür steht der Marburger Rudersport.“
Ein Team – nicht nur auf dem Wasser
Neben den sportlichen Erfolgen hinterließen die Marburger auch abseits des Wassers einen positiven Eindruck. Der respektvolle Umgang mit der Konkurrenz und das geschlossene Auftreten unterstrichen den starken Teamgeist innerhalb der Mannschaft. Daniel Riechmann, der 1. Vorsitzende des Marburger Rudervereins, nutzte die Gelegenheit zudem, um die erfolgreiche und enge Zusammenarbeit mit den Marburger Partnerinstitutionen hervorzuheben:
„Am Ende zeigt sich immer wieder: Gute Leute muss man haben. Der sportliche Erfolg ist nur möglich, weil im Marburger Ruderverein, im Zentrum für Hochschulsport und in der Trainingswissenschaft der Universität alle an einem Strang ziehen. Diese Verbindung aus engagierten Athletinnen und Athleten, kompetenter Trainingssteuerung und wissenschaftlicher Begleitung ist ein echtes Erfolgsmodell.“
Mit nahezu einer weißen Weste im Gepäck war die Aasee-Regatta für die Marburger Ruderinnen und Ruderer mehr als nur ein erfolgreiches Wochenende. Vielmehr gilt der Auftritt in Münster als klares Signal an die Konkurrenz: Die Marburger gehen bestens vorbereitet in die weitere Saison und zählen in der kommenden Saison zu den Top-Favoriten.
Daniel Riechmann
Titelbild: Der siegreiche Frauenvierer mit Lil Schmidt, Mieke Grotheer, Helene Brückner, Pauline Weiß und Steuermann Luis David Schäfer (Foto: Eike Polenz)
